Für Impfgegner!

kennedy
Link dazu

Auch an anderen Stellen veröffentlicht:
Robert Kennedy jr. und Robert de Niro loben 100.000 Dollar für den aus, der die Unschädlichkeit von thiomersalhaltigen Impfstoffen bei Kindern und Schwangeren nachweist.

Dumm, perfide oder beides? Die klassische dumm-hinterlistige Forderung, etwas Nichtvorhandenes zu beweisen. Wieder mal wird eine Schleimspur gelegt, die zu einer Win-Win-Situation für die Impfgegner führen soll. Wie soll man die Nichtschädlichkeit beweisen, wenn eh klar ist, dass medizinstatistische Daten diese Herrschaften nicht beeindrucken werden? Und dann auch noch der Spezialfall von thiomersalhaltigen Impfungen (gibt es fast nicht mehr) bei Schwangeren und Kindern? Wie soll das denn gehen?

Was die Herrschaften oder vielleicht auch nur ihre Hintermänner wissen: Gar nicht. Sie werden, wenn jemand so verrückt ist, hierauf einzugehen, sich der Methode Lanka bedienen: Mit nichts zufrieden sein. Was ja aufgrund der Fragestellung, die nach dem Beweis von etwas Nichtvorhandenem fragt, auch naheliegt. Oder es legt überhaupt niemand etwas vor, weil man sich nicht auch noch intellektuell selbst beleidigen will..

Folge in beiden Fällen: Es wird messerscharf gefolgert, dass niemand die Unschädlichkeit von thiomersalhaltigen Impfungen bei Schwangeren und Kindern belegen kann. Und daraus wird triumphal abgeleitet, dass thiomersalhaltige Impfungen bei Schwangeren und Kleinkindern schädlich sind.

So.

Hiermit lobe ich demjenigen, der mir den wissenschaftlichen Beweis dafür erbringt, dass Robert Kennedy jr. und Robert de Niro keine Idioten sind, 100 Euro und einen Bund Bio-Knoblauch aus. Und wehe, keiner gewinnt die Auslobung hier! Dann steht nämlich klar fest, dass Robert Kennedy jr. und Robert de Niro ….

Genau.

 

 

Bildnachweis: Screenshot Buzzfeed

 


8 Gedanken zu “Für Impfgegner!

  1. Eh… Was? Wie bescheuert kann man sein? Erstens ist thiomersal aus den Impfstoffen weitestgehend weg, zweitens wie soll diese Studie ablaufen?
    Sorry, aber mein Denken verhakt sich gerade…

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  2. Die Parallele zum Fall Lanka (nur 1 Studie, sonst gibt’s kein Geld) wurde heute auch schon in Kommentaren bei Orac thematisiert, wobei es da auch gleich wieder jemanden gab, der Orac medizinische Fachkenntnisse absprach. Dabei sollte doch mittlerweile auch im amerikanischen Pendant von Hintertupfingen und Kleinkleckersdorf angekommen sein, wer da bloggt

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    1. Die Leute, die einem die medizinischen Fachkenntnisse absprechen, können in der Regel Masern nicht von Maul- und Klauenseuche unterscheiden. Ist schon komisch.
      Aber diese Figuren in den USA, die machen mich wirklich wütend. Die hier natürlich auch…

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  3. Nur mal so zum nachdenken: Bis ca 1990 waren Röteln-Immunglobuline in Verkehr, um Rötelnembryopathien nach Kontakt bei Schwangeren ohne Rötelnimmunität zu vermeiden. Da wurden lt Fachinfo bis 40 ml in den M glutaeus injiziert, evtl sogar mehrmals. Nur waren die meisten dieser Immunglobuline mit Thiomersal 0,01% konserviert.

    Schäden beim Fetus keine bekannt.

    Die Röteln Impfung schützt übrigens nicht nur vor Rötelninfektionen (und damit vor Rötelnembryopathien) sondern (partiell)auch vor Autismus.

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    1. Thiomersal wurde als Konservierungsstoff in Impfungen schon seit Ende der 1930er Jahre verwendet, damals auch -technisch bedingt- in weitaus höheren Dosen als zur letzten Zeit der Anwendung. Niemals sind deshalb Nebenwirkungen spezifisch berichtet worden. Vorher waren in den Impfdosen übrigens Petroleumverbindungen drin. Da würde heute keiner was sagen, mit dem Exxon-Chef in der amerikanischen Regierung…
      Logik ist ja auch nie die Sache der Impfgegner.

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  4. @Udo, so stimmt das nicht. Thiomersal, welches ja in Impfstoffen gar nicht drinnen ist, sondern seine Zerfallsprodukte Ethylquecksilberchlorid und Thiosalicylsäure haben ein hohes Sensibilisierungspotetntial von 20% (Möller 1977). Da in jeder Fachinfo steht: Kontraindiziert bei Sensibilisierung gegen einen Inhaltsstoff wären Massenimpfungen nicht möglich, da Durchimpfungsrate daher max 80%. Nur Thiomersal ist in Eindosenbehältnissen technologisch nicht notwendig. Und in Mehrdosenbehältnissen eigentlich auch nicht.
    Und Thiomersal war in vielen Infundibilia mit > 20 ml (zB Immunglobuline) enthalten, obwohl damals bereits lt Europ.Arzneibuch untersagt. In einem Anti-thymozytenglobulin eines internationalen Konzerns war es sogar undeklariert enthalten (1988) und man ist damit bis an die akute (irreversible) Toxizitätsgrenze gegenagen. Dieses Produkt wurde dann vom Markt genommen.
    Quecksilberorganische Verbindungen waren bis in die 90er Jahre zB in Flächendesinfektionsmitteln enthalten.
    Nicht zu vergessen die Saatgutbeizmittel,da gabs Massenvergiftungen mit vielen Toten im Irak in den 70ern.

    Thiomersal ist leider in Kontaktlinsenwaschflüssigkeiten auch heute noch enthalten. Sensibilisierung sieht man dann an den roten Augen.

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