LMHI – Homöopathie im Dialog

Featured Image -- 4975

Ein derzeit großes Thema behandelt angemessen großartig merdeister bei den Ausrufern: Den 72. Homöopathischen Weltärztekongress in Leipzig 2017. Eine ganze Artikelserie steht dort zum Gruseln bereit. Mit Dank dafür, dass ich dazu nicht selbst groß etwas schreiben muss, reblogge ich hiermit den aktuellen Artikel, der eine Gesamtschau der Causa darstellt und der gleichzeitig zu den vorausgegangenen Artikeln verlinkt, die sich mit den Abstracts zum „Kongress“ befassen:

Die Ausrufer

Einleitung

Der 72. Homöopathische Weltärztekongress in Leipzig 2017 (LMHI) steht kurz bevor. Auf diesem Blog habe ich in den letzten zweieinhalb Monaten 10 Texte über Vorträge veröffentlicht, die auf dem Kongress gehalten werden. Dabei war mir u. a. wichtig, den Unterschied zwischen öffentlicher Wahrnehmung der Homöopathie bei vielen Menschen in Deutschland und der weltweiten Praxis aufzuzeigen. Vor allem, weil die öffentlichen Äußerungen von VertreterInnen des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) zur Homöopathie und ihrem Stellenwert diametral dem entgegen stehen, was in den Vorträgen thematisiert werden wird.

Die meisten Menschen, mit denen ich über Homöopathie diskutiere, sind der Ansicht, Homöopathie sei bei leichten Erkrankungen eine „sanfte“ Alternative, würden jedoch niemals schwere Erkrankungen damit behandeln. Öffentlich würde Frau Bajic, 1. Vorsitzende des DZVhÄ, sich wohl auch nie für die alleinige homöopathische Behandlung von Krebs aussprechen. Ich habe aber auch noch keine Äußerung von ihr gehört, in der sie diesen Ansatz…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.339 weitere Wörter

Übrigens…

... geht es auch in Irland antidemokratisch und meinungsfreiheitsfeindlich zu, denn man bereitet sich auf die Wakefield-Invasion vor. _______ ... haben wir es in Essen seit gestern abend hinter uns, die Studentenschaft der Uni Essen-Duisburg veröffentlicht in ihrem Publikationsorgan ak[due]ll einen Gastbeitrag über den gestrigen Abend. Vielen Dank dafür! Man beachte daraus: Die anschließende Podiumsdiskussion … Übrigens… weiterlesen

Aktion 10:23: „Informationen“ über die Homöopathie von einem Apotheker

Hier ein Erlebnisbericht aus Österreich über die Vorbereitung auf den 23.10., den Hochpotenzentag…
Der Wahnsinn ohne jede Methode. Immer mehr steht bei meinen Überlegungen im Vordergrund, was solche Haltungen erzeugt wie bei diesem Apotheker. Wenn bei dem die Voraussetzungen für eine kritische Haltung nicht gegeben sind, bei wem denn dann?
Es wird schon pseudoreligiös, anscheinend steht hier der Angstmechanismus dahinter, der gerade bei Debatten über Religion und Glauben zu massiver Abwehr führt, weil das Gegenüber tief innen fühlt -und vielleicht sogar weiß- dass die andere Seite recht hat. Die Aufgabe der verinnerlichten Inhalte ist dann aber zu schmerzhaft.

Ich habe da Glück mit meiner Apotheke, ich weiß, wo ich bei ihr dran bin und umgekehrt. Ich habe für den 23.10. -bin in Hamburg dabei- Arsenicum album und Aconitum C30 geordert, zur Begeisterung der dort tätigen homöopathischen „Beraterin“. Beim Abholen fragte sie, ob ich mit der Anwendung vertraut sei. Ja, habe ich geantwortet, beide Fläschchen hintereinander ganz weg!🙂

IHS Mostviertel

Autor: Michael Jachan

Ich war heute die Globuli einkaufen, welche wir am SA, 22.10 um 10:23 am Rathausplatz St. Pölten bei der homöopathiekritischen Aktion 10:23 öffentlichkeitswirksam einnehmen werden. Wir haben uns dazu entschlossen einen, laut Angaben der Homöopathen, tödlichen Mix aus

  1. Phosphorus C200,
  2. Lytta vesicatoria (Cantharis) C200 und
  3. Sulphur C200

einzunehmen.

Von den Homöopathen behauptete „Wirkungen“ bzw. „Nebenwirkungen“ dieser Substanzen, welche im Verhältnis 1:100200 verdünnt wurden und anschliessend auf Zuckerkügelchen aufgesprüht wurden, sind unter anderen:

  1. Phosphorus: Kreislaufkollaps,
  2. Lytta vesicatoria (Cantharis): Ohnmacht,
  3. Sulphur: Senkung der Körpertemperatur.

Es ist, mit der Physik des 21. Jahrhunderts, sofort zu sagen, dass eine so hochverdünnte wäßrige Lösung von irgendwas keinerlei Wirkung über dem Placebo haben wird; schon gar nicht nach dem magischen „Gesetz“ der Homöopathen: „Gleiches mit Gleichem heilen“. Homöopathen sind der sympathetischen Magie (Analogiezauber) aus dem Mittelalter verfallen; sie sind in keinster Weise auf dem heutigen Stand der Naturwissenchaften…

Ursprünglichen Post anzeigen 746 weitere Wörter

Die 6 Ebenen des Humbugs

HIer ein Beitrag der geschätzten Andrea Walter über den schnelldrehenden Wahnsinn in Österreich.

IHS Mostviertel


Autor: Andrea Walter

Mit dem Esoterikmarkt ist in Österreich ein Markt entstanden, der immer unüberschaubarer wird, sowohl in Bezug auf die Anbieter, als auch die Methodenvielfalt.

Der Verbraucher kann leicht den Überblick verlieren und verlässt sich daher vielfach auf Empfehlungen. Nun sind solche Empfehlungen immer subjektiv, und da sie meist von Bekannten und Freunden kommen, neigt der Konsument erfahrungsgemäß eher dazu, die Angebote weniger kritisch zu betrachten und sich auf Anekdoten zu verlassen.

Der an der Esoterik interessierte Verbraucher muss nicht unbedingt ein Mensch sein, der sich viel und ausgiebig mit dem Thema beschäftigt: Wer einen „Glücksstein“ in seiner Hosentasche mit sich herumträgt oder ab und zu sein Horoskop liest, ist nicht gefährdet. Der Markt reicht jedoch von lächerlich bis hochgradig gefährlich, vor allem, wenn von medizinischen Laien und Scharlatanen an kranken Menschen und Tieren herumgekurpfuscht wird. In den allermeisten Fällen geht es den Verbrauchern um eine Suche nach dem…

Ursprünglichen Post anzeigen 883 weitere Wörter